Herzrhythmusstörungen an der Wurzel packen. Präzise. Umsichtig.

Am Anfang steht die Dokumentation. Eine Rhythmusstörung lässt sich nur dann gezielt behandeln, wenn sie aufgezeichnet und benannt ist – und wenn die Beschwerden tatsächlich mit dem aufgezeichneten Ereignis zusammenfallen. Langzeit-EKG, Ereignisrekorder, Smartwatch-Aufzeichnungen und ein begleitendes Symptomtagebuch klären genau das. Nicht alles davon ist immer nötig: Entscheidend ist nicht Vollständigkeit, sondern ein verwertbares Ereignis.
Der zweite Schritt gilt dem, was die Störung in Gang hält. Schilddrüsenfunktion, Elektrolyte, Blutdruck, Schlafapnoe, Alkohol und Gewicht sind keine Randnotizen, sondern häufige Treiber – besonders beim Vorhofflimmern. Manche Rhythmusstörung wird deutlich seltener, sobald ihr Auslöser behandelt ist. Auch das heißt, an der Wurzel zu packen, und es steht vor jeder Medikationsempfehlung und jedem Eingriff.
Bleibt danach eine behandlungsbedürftige Rhythmusstörung, ist die Ablation die Möglichkeit, sie ursächlich anzugehen statt sie dauerhaft medikamentös zu unterdrücken. Gezielt verödet wird nur, was die Störung trägt – nicht mehr.
Dabei wird das Herz zunächst elektroanatomisch mit einem kleinen Katheter vermessen. Wo nötig, zeigt ein dreidimensionales Mapping in Echtzeit, wo die Erregung entsteht und welchen Weg sie nimmt. Erst wenn dieses Bild eindeutig ist, folgt die eigentliche Verödung – so sparsam wie möglich und so vollständig wie für ein dauerhaftes Ergebnis nötig.
Durchgeführt werden die Eingriffe von Prof. Dr. Jilek im Osypka Herzzentrum München. Diagnostik, Entscheidung und Eingriff bleiben damit in einer Hand, dazwischen stehen ausführliche Information und ausreichend Bedenkzeit. Viele Herzrhythmusstörungen sind mit einem Eingriff erledigt, aber nicht alle und nicht sofort. Daher gehört die Nachsorge von Anfang an dazu.