Herzkatheter. Präzise. Umsichtig. Vorausschauend.

Kathetern können wir gut. Nicht kathetern auch.
Am Anfang steht nicht das Katheterlabor, sondern eine Frage: Liegt überhaupt eine Engstelle vor – und ist sie so bedeutsam, dass sie behandelt werden muss? Diese Frage lässt sich in den meisten Fällen ohne Eingriff beantworten.
Dafür steht die nichtinvasive Diagnostik zu Beginn. Das Koronar-CT stellt die Herzkranzgefäße direkt dar und kann eine relevante Engstelle mit hoher Sicherheit ausschließen. Belastungs-Ultraschall und Belastungs-MRT gehen der zweiten Hälfte der Frage nach: Sie zeigen, ob unter Belastung tatsächlich eine Durchblutungsstörung entsteht. Denn nicht jede sichtbare Verengung beeinträchtigt die Versorgung des Herzmuskels – und was die Versorgung nicht beeinträchtigt, braucht in der Regel auch keinen Stent.
Ergibt diese Abklärung keinen Hinweis auf eine bedeutsame Stenose, endet der Weg hier. Genau das ist das Ziel.
Bestätigt sich der Verdacht dagegen, kann der Herzkatheter für Patientinnen und Patienten der Sprechstunde persönlich von Prof. Dr. Jilek durchgeführt werden – im Osypka Herzzentrum München. Diagnostik und Eingriff liegen damit in einer Hand. Dazwischen stehen umsichtige Abklärung, ausführliche Information und ausreichend Bedenkzeit. Es geht keine Information verloren.
Vor jedem Eingriff steht die vollständige Vorgeschichte. Im Katheterlabor werden alle Vorbefunde mit dem aktuellen Bild abgeglichen, verifiziert und bewusst noch einmal hinterfragt – nicht jede Verdachtsdiagnose bestätigt sich am Tisch.
Daraus ergibt sich die Therapie: so wenig wie möglich, so viel wie notwendig für ein stabiles Ergebnis. Kein Stent mehr als erforderlich – aber auch keiner weniger.
Komplexe Läsionen sind dabei kein Grund zur Zurückhaltung, sondern Ansporn. Wo die Angiographie an ihre Grenzen kommt, ergänzt der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) den Blick von innen: Er zeigt die Gefäßwand selbst, macht die tatsächliche Ausdehnung einer Engstelle messbar und dokumentiert, ob ein Stent vollständig anliegt. So entsteht eine Entscheidung, die nicht nur den Moment löst, sondern die nächsten Jahre mitdenkt – vorausschauend in Diagnostik und Therapie.